Veranstaltungen

Bitte teilen Sie uns mit, welche Veranstaltungen Sie zum Thema "Familien heute"  durchführen wollen!

Auch schon stattgefundene Veranstaltungen verbleiben auf dieser Seite, weil sie Anregung für andere sein können.

Tagung erfolgreich beendet

Wechselwirkungen erwünscht – Erzieher in Kindertageseinrichtungen

Noch sind Erzieher in Kindertageseinrichtungen eher selten.

Erzieher in Kindertageseinrichtungen zu fördern und einen Reflexionsrahmen zu bieten für den Austausch von Praxiserfahrungen, das war die Intention einer Fortbildung im März 2015, die sich an Erzieher aus dem Bereich der Evangelischen Kindertagesstätten in NRW wendete. Unter dem Tagungsthema "Wechselwirkungen erwünscht" folgten dreißig Erzieher der Einladung der Männerarbeiten im Rheinland und Westfalen sowie der beiden Fachverbände für evangelische Kindertageseinrichtungen in NRW. Die hohe Anmeldezahl dokumentierte zudem das große Interesse am Thema

Am Ende unterstrichen die Teilnehmer die wichtige Bedeutung solcher Tagungen und Reflexionstreffen für ihren Arbeitszusammenhang. Der moderierte Austausch unter Kollegen wurde hierbei besonders hervorgehoben. Aufgrund der positiven Erfahrungen wurde an die Veranstalter der Wunsch gerichtet neben den Jahrestagungen im Rahmen von Regionaltreffen ein- bis zweimal im Jahr den kollegialen Austausch zu fördern und ein entsprechendes Angebot zu entwickeln.

An den zwei Studientagen wurde der Blick vor allem auf die eigenen Werte, auf Kommunikations- und Interaktionsstile gerichtet. Es gab Raum für das Erleben und Erweitern des eigenen Verhaltensrepertoires, für Fallarbeit, Theorie-Impulse, für den kollegialen Austausch und die Netzwerkplanung. Als Referent unterstützte Werner-Christian Jung die Initiatoren, der als Theologe, Sozialarbeiter und Paarberater vielfältig mit den Themen vertraut ist.

Wenn Männer als Erzieher in einer Kita arbeiten, geschehen erwartete und unerwartete Veränderungen mit ihnen selbst, mit dem Team und mit dem System Kindertageseinrichtung. Um im weiblich dominierten Team einen Platz zu finden, müssen die "Exoten" ihre berufliche Rolle finden, behaupten und variieren, aber auch: sich zuweisen lassen. Dies setzt voraus, dass Erzieher ihre eigenen Verhaltensmuster und Werte kennen und reflektiert ins Wechselspiel der Kita einbringen. Den Erwartungen der Eltern, des pädagogischen Teams und des Träger als "Mann im Team" gerecht zu werden bedeutet, sich der Wechselwirkungen bewusst zu sein und darauf aufbauend eine professionelle Arbeitsbeziehung zu entwickeln.

Jürgen Haas und Jürgen Rams

Hier finden Sie den Tagungsflyer.

Tagungsreihe beginnt

Projekt Kind: Veränderte Gesellschaft – veränderte Kindheit

Am 24. – 25. Oktober 2014 beginnt in Haus Villigst eine Tagungsreihe, in der es um die veränderten Vorstellungen von der Kindheit geht. Auslöser für diese Tagung war die Beobachtung, dass sich die Anzahl der Kinder in unserer Gesellschaft verringert: Im Jahre 2011 wurden nach Quellen des Statistischen Bundesamtes nur halb so viele Kinder geboren wie 1964. L. Gleichzeitig hat sich die Wahrnehmung der Kindheit verändert hat. So hat sich das Verhältnis der Eltern-

Kind-Beziehungen gewandelt und ist von einem eher partnerschaftlichen Umgang geprägt.

Mit Vorträgen und in Workshops, an denen sich Experten des Deutschen Jugend Instituts, zweier Universitäten und einer Beratungsstelle beteiligen, geht es bei der Auftaktveranstaltung darum, genauer hinzusehen, was sich tatsächlich verändert hat in medialer, familiärer, rechtlicher, seelsorglicher und wissenschaftlicher Hinsicht.

Weitere Informationen finden Sie hier.

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Im Zeichen der Familie

Reger Ideenaustausch, Information und Gesprächsrunden: Gemeinsam mit dem Evangelischen Kirchenkreis Siegen veranstaltete die Diakonie in Südwestfalen vom 8. bis 15. September 2013 eine Woche der Diakonie. Rund um das Thema "Familien heute - hinsehen und handeln" fanden Gottesdienste, Vorträge, Informationsgespräche und Festabende in den diakonischen Einrichtungen und den Kirchengemeinden statt. Dabei waren die Familie im Wandel der Zeit, Fördermaßnahmen für Kinder und Jugendliche sowie familienfreundliche Arbeitsbedingungen nur einige von vielen Inhalten. Beim Eröffnungsgottesdienst zeigten junge Mitarbeitende der Diakonie in Südwestfalen eine verquickte Familiensituation auf. Dabei orientierten sie sich an den Verhältnissen um Abraham und seine Familie mit Sarah, Hagar und Ismael. Lug und Trug, Ehebruch, Halbgeschwister, Neid, Schande, alleinerziehend und Erbstreitigkeiten spielten eine Rolle.

Superintendent Peter-Thomas Stuberg griff die Situation in seiner Predigt auf: "Gott beendet die Verstrickungsgeschichte aus Schuld und Versagen nicht nur bei Abraham, Sarah, Hagar und Ismael. Gott stiftet das Glück zurück." Der Bruch sei nicht der Schlussstrich des Lebens. "Gott sieht mich mit gnädigen Augen an und lässt neue Lebensmöglichkeiten entdecken."

Hier finden Sie weitere Informationen zur Woche der Diakonie.

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Was Familien brauchen

Im Juli begaben sich sehr unterschiedliche Familien zwei Tage lang auf eine Reise in die familiäre Vielfalt. Jetzt gibt es den Film zu dieser Veranstaltung in Haus Villigst. Er hält in persönlichen Statements fest, was diese Familien beschäftigt hat und bewegt. Er zeigt in zehn Minuten, wo politischer und gesellschaftlicher - und damit auch kirchlicher - Handlungsbedarf besteht.

Ein Film, um die eigenen Perspektiven zu weiten oder um mit Gruppen ins Gespräch zu kommen über die Lebenswirklichkeit von Familien heute.

Ein Klick und sie können ihn sehen.

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Familienpolitik muss mehr sein als finanzielle Hilfen

Professor Dr. Thomas Rauschenbach

Eine Familienpolitik der Zukunft müsse den Leitgedanken haben, Familien durch staatliches Handeln zu ermächtigen, als Familien zu funktionieren. Diese Forderung entwickelte Professor Dr. Thomas Rauschenbach, Direktor des Deutschen Jugendinstitutes, bei der Politikertagung der Evangelischen Kirche von Westfalen im September. Jetzt hat er seinen Vortrag zum Download zur Verfügung gestellt.  

Rauschenbach belegt an Hand von Statistiken den Bedeutungsverlust von Familienhaushalten, immer mehr Ein- und Zwei-Kind-Familien, weniger Geburten, weniger Ehen sowie instabilere Partnerschaften. Diese Befundlage mache eine ambivalente Entwicklung sichtbar, die das so oft gezeichnete Bild von der heilen und funktionsfähigen Familie zumindest an einigen Stellen brüchiger werden lasse und die zugleich offenbare, dass für die Verbesserung der Lage und der Stellung der Familie politisch etwas getan werden kann und muss. Rein finanzielle Leistungen wie die Erhöhung des Kindergeldes seien zu wenig. "Sämtliche finanziellen Transfers konnten drei Dinge nicht ungeschehen machen: eine sinkende Zahl an Geburten, eine nennenswert hohe Anzahl an Kindern bei alleinerziehenden Elternteilen sowie eine viel zu hohe Kinderarmut." Rauschenbach setzt auf familienstärkende Rahmenbedingungen, eine familienergänzende Infrastruktur und familienunterstützende Hilfen.

Der Vortrag im Wortlaut

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Welche Familienbilder machen Politik?

Was brauchen Familien heute, damit in ihnen Fürsorge und Verantwortung möglich sind? Welche Familienbilder prägen die derzeitige Familienpolitik? Wo besteht kirchlicher und politischer Handlungsbedarf? Im Rahmen der Tagung, die am 11. und 12. Oktober 2013 in Villigst in Zusammenarbeit mit dem NRW Familienministerium veranstaltet wird, werden die gesellschaftlichen Veränderungen, die Familien heute prägen und herausfordern, näher betrachtet.

Ziel ist es, sich über Familien heute auszutauschen. Es diskutieren mit den Teilnehmern: Ute Schäfer, Familienministerin des Landes NRW und Vertreterinnen und Vertreter aus Kirche, Wissenschaft und Politik. Die Ergebnisse des interaktiven Worldcafés am Samstag werden in den aktuellen Familienbericht des Landes NRW einfließen. Am ersten Tag der Veranstaltung wird eine Kinderbetreuung angeboten. Am Samstag, zu dem eine separate Anmeldung möglich ist, findet ein buntes, kreatives Rahmenprogramm für Kinder statt.

Weitere Informationen zum Programmablauf und wie Sie sich anmelden können erfahren Sie im Tagungsflyer.

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Keine Altersversorgung auf Kosten der Kinderreichen!

Im Gespräch (v.l.n.r.): Der Referent Professor Traugott Jähnichen, UCC Conference Minister John Vertigan, Kirchenleitungsmitglied Christa Kronshage und Oberkirchenrat Dr. Ulrich Möller.

Für eine Sozialpolitik, die langfristig alle Generationen in den Blick nimmt, hat sich der Theologe Dr. Traugott Jähnichen ausgesprochen. Wer Kinder hat, dürfe dadurch nicht länger Nachteile in der Altersversorgung haben, sagte Jähnichen auf einer Tagung der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) mit der United Church of Christ (UCC) Ende September 2013.

Die Rentenreformen der Jahre 1957 und 1972 würden zwar den Lebensstandard im Alter in hohem Maße sichern. Doch das Leben mit Kindern und das Erziehen eigener Kinder für ein gesichertes Alter sei dadurch in Deutschland immer unerheblicher geworden, erklärte Jähnichen, der an der Ruhr-Universität Bochum Professor für Christliche Gesellschaftslehre ist. Es sei versäumt worden, entsprechend der Rentenkasse eine Kinderkasse einzurichten. Damit werde das „Drei-Generationen-Modell“ auf zwei Generationen beschnitten, kritisierte er. Die Folge: „Wer sehr wenig oder gar nichts in die Erziehung eigener Kinder ‚investiert‘, kann unabhängig davon eine ebenso gute, vielfach sogar bessere Versorgung im Alter erwarten.“

Jähnichen  hält deutliche sozialpolitische Maßnahmen für notwendig, um die Lebenssituation junger Familien zu verbessern. Dies wäre ganz im Sinne des 4. Gebotes der Bibel: „Ehre deinen Vater und deine Mutter, damit du lange lebest in dem Land, das der Herr, dein Gott, dir gibt.“ Das bedeute auch, dass die jeweils nachwachsende Generation die Älteren versorgt, sagte der Theologe, „da diese sowohl die Versorgung der Vorgängergeneration erlebt hat und gleichzeitig selbst von den Zukunftsinvestitionen der Elterngeneration lebt“.

Kirche und Politik wollen Familien stärken

Viele Impulse, um familienfreundlicher zu werden, gab es bei der Begegnungstagung der EKvW mit Politikern.

Um die Familie in verschiedenen Formen ging es am 13. September 2013 auf der jährlichen Begegnungstagung für Politiker, zu der die Evangelische Kirche von Westfalen (EKvW) in das Tagungszentrum Haus Villigst eingeladen hatte. Familien unterstützen, fördern und stark machen - das ist nach Überzeugung von Präses Annette Kurschus eine gemeinsame Aufgabe von Kirche und Politik.

An der Tagung nahmen etwa hundert Gäste aus Politik und Kirche teil. Familien bräuchten Rahmenbedingungen, unter denen sie sich entfalten können, erklärte die Präses. Superintendent Rüdiger Schuch, Vorsitzender des landeskirchlichen Ausschusses für gesellschaftliche Verantwortung, betonte, die Familie sei "nach wie vor Keimzelle gesellschaftlichen Lebens". Kirche und Politik müssten ein großes Interesse an stabilen familiären Strukturen haben.

Diese Grundhaltung teilten die Teilnehmer aus Politik und Wissenschaft. Der Direktor des Deutschen Jugendinstitutes Professor Dr. Thomas Rauschenbach wies daraufhin, dass monitäre Zuwendungen allein zu wenig seien, um Familien bei ihrem "doing family" zu unterstützen. Die NRW Familienministerin Ute Schäfer hob die Bedeutung von Vernetzungen hervor. Ähnlich wie die Wirschaftsförderung Interessenten alles über die Möglichkeiten, die eine Stadt bietet, mitteilen könnte, sei "Familienförderung" wünschenswert. Eine familienfreundliche Politik suche den Dialog mit Familien - die Evangelische Kirche von Westfalen sei hier ein guter Partner.

Weitere Impulse und Berichte von der Tagung finden Sie hier.

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Fachtagung gibt Handlungsorientierungen

"Nicht die sexuelle Orientierung der Eltern ist für das Wohl des Kindes entscheidend, sondern die liebevolle Zuwendung, die Beziehungsqualität und das Familienklima." Heißt es in dem Einladungsflyer zu der Fachtagung "Familie zählt! lesbisch, schwul, hetero, bi, trans -Hauptsache glücklich!" am 5. Juli 2013 in Bielefeld. Vorbereitet wurde die Tagung von Professor Klaus Müller von der Fachhochschule der Diakonie in Bielefeld und dem Theologen und Psyhotherapeuten Ulrich Möller. Wissenschaftliche Vorträge werden die Familie aus verschiedenen Perspektiven beleuchten. In einem der vier Workshops werden beispielsweise Handlungsorientierungen zu Regenbogenfamilien für Fachpersonal in Kitas, Schulen und Familienzentren vorgestellt.

Hier finden Sie alle Informationen zu der Tagung.

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Immunsystem der Seele stärken

Kinder beim "maximale"

Bis zu 2000 Besucher erwarten die Veranstalter am Sonntag (23 .Juni 2013)  im Maximilianpark in Hamm zum "maximale" Das westfälische Gemeindefestival spricht besonders junge Familien an. Es wird vom Amt für missionarische Dienste alle zwei Jahre veranstaltet.

Das Festival beginnt um 11.00 Uhr mit verschiedenen Gottesdiensten für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Am Nachmittag gibt es ein buntes Programm mit Foren, Konzerten und Aktionen im Park, Zeit für Gespräche und Begegnungen.

Ein Forum beschäftigt sich mit Fragen der Resilienz. (Sie dazu auch Hauptvorlage "Familien heute", Seite 22f!) Die Diplom-Psychologin Bärbel Neumann (Dissen) geht in dem Forum "Resilienz -das Immunsystem der Seele" Fragen nach wie: Mit welchen Stärken hat Gott uns beschenkt? Wie bleiben Menschen trotz widriger Umstände gesund? Wie kann das gehen, dass uns alle Dinge zum Besten dienen sollen?

Das ausführliche Programm und weitere Informationen finden Sie hier.

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Familienplanet - Eine Reise in die familiäre Vielfalt!

Auf dem Familienplaneten leben viele Menschen...Singles, (Ehe-)Paare, Patchworkfamilien, Alleinerziehende, Omas, Opas und solche, die es gerne wären und werden wollen und natürlich viele Kinder und Jugendliche!

Sie alle verbringen vom 13. bis 14. Juli 2013 ein gemeinsames Wochenende im Park von Haus Villigst in Schwerte. Sie werden sich mit dem Begriff "Familie" theologisch, politisch, kreativ und methodenreich beschäftigen.

Am Samstag, 13.07.2013, erwarten Sie vielfältige Workshops für Große und Kleine. Am Sonntag, 14.07.2013, wird u.a. Präses Annette Kurschus einen besonderen Gottesdienst mitgestalten. Darüber hinaus werden während der Veranstaltung politische Statements der teilnehmenden Familien, die in unterschiedlichen Konstellationen leben, per Video aufgenommen. Diese sollen dann in den Familienbericht des Landes NRW einfließen und deutlich machen, wo politischer Handlungsbedarf besteht.

Der Familienplanet ist eine Kooperationsveranstaltung aus dem Amt für Jugendarbeit der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW), dem Institut für Aus-, Fort-, und Weiterbildung und dem Institut für Kirche und Gesellschaft (Fachbereich Frauenreferat/ Fachbereich Männer, Familie, Ehrenamt) der EKvW.

Ausgangspunkt für die Veranstaltung "Familienplanet" ist die Hauptvorlage "Familien heute", die zurzeit in den Gemeinden und Kirchenkreisen der Evangelischen Kirche von Westfalen diskutiert wird.

Weitere Informationen und Anmeldung unter www.kircheundgesellschaft.de

Frühstücken mit der Hauptvorlage

Im Juni 2013 geht es bei "Timo´s Frühstück" in der Sozialwerkstatt Soest um "Familien heute".

Am 4. Juni wird Ulrike Varnholt, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt des Jobcenters Soest, zum Thema "Vereinbarkeit von Familie und Beruf" sprechen.

Am 11. Juni nimmt Superintendent Dieter Tometten am Frühstück teil und hält eine Andacht zum Familien-Thema.

Am 25. Juni gibt es einen Kurzvortrag von Hauswirtschaftsmeisterin Antje Limbrock zu gesunder Ernährung.

Die Kleiderstube "Von Kopf bis Fuß" hat vom 3.-14. Juni Familienwoche. Sie wirbt damit: "Je Einkauf am Tag, je Kind das günstigste Teil gratis!"

Weitere Informationen bei Dirk Zirnsak, Telefon: 0 29 21 / 96 87 52.

Hier können Sie das Einladungsplakat hochladen. 

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Intensiver Austausch über Familienbilder

Foto: Tilmann Walther-Sollich

Der Kirchenkreis Hamm will sich an dem Diskussionsprozess "Familien heute" aktiv beteiligen. Dazu hatte die Kirchenkreisleitung Haupt- und Ehrenamtliche aus den Gemeinden zu einem dreistündigen Workshop nach Haus Caldenhorf in Hamm eingeladen. Als Einstieg hatte sich der Vorbereitungskreis ein "Speed-Dating" ausgedacht. Genau eine Minute dreißig Sekunden hatten die knapp 60 Teilnehmer Zeit, sich im Zwiegespräch über verschiedene Aspekte des Themas miteinander bekannt zu machen. "Es war das erste Speed-Dating meines Lebens", meinte Superintendent Rüdiger Schuch in seinem Schlusswort.

Pfarrer Dr. Tilman Walter-Sollich, Öffentlichkeitsbeauftragter des Kirchenkreises, übernahm es, das 84-Seiten starke Papier in einer Powerpoint-Präsentation vorzustellen. Eingeblendete Fotos machten deutlich, wie sehr sich das Familienbild in den vergangen 50 Jahren gewandelt hat. Von der vermeintlich heilen Familie der Gründungsjahre der Bundesrepublik mit Vater, Mutter und mindestens zwei Kindern und im Hintergrund womöglich noch den Großeltern bis zur Patchworkfamilie heutiger Tage mit mehreren Kindern, die aber verschiedene Mütter und Väter haben.

Walther-Sollich machte deutlich, dass sich die Kirche in der Diskussion über ihr christliches Familienbild auch der Frage gleichgeschlechtlicher Paare stellen muss. Dabei verschwieg er nicht, dass die von vielen geforderte und gewünschte Öffnung der Kirche gegenüber alternativen Formen des Zusammenlebens und der modernen Formel, dass Familie überall dort ist, wo Menschen füreinander Verantwortung übernehmen, in konservativen Gemeinden noch nicht mehrheitsfähig ist.

Nach wie vor sei es wichtig, Familien zu begleiten: außerhalb des Gottesdienstes in diakonischen Einrichtungen wie Kindergärten und Familienzentren, im Religions- und Konfirmandenunterricht sowie in anderen Gruppen und Gemeinschaften.

In seiner Zusammenfassung problematisierte Superintendent Schuch auch das Thema Ehrenamtlichkeit, das für eine zahlenmäßig kleiner werdende Kirche immer wichtiger werde, und das Ungleichgewicht zwischen den Geschlechtern: den 70 Prozent ehrenamtlich tätigen Frauen ständen gerade 30 Prozent Männer gegenüber. Auch angesichts zurückgehender finanzieller Mittel müsse sich die Kirche immer wieder nach den Prioritäten ihrer Arbeit fragen lassen. Dabei stelle sich die Frage, ob man lieber in tote Steine oder in die Menschen investieren wolle.

Dirk Hartleb

Training für Paare

Unter dem Thema "Bevor die Liebe erlahmt und das Streiten nicht mehr lohnt...!" bietet das Evangelische Erwachsenenbildungswerk Westfalen und Lippe e.V ein Training für Paare an.

Hier können sich Frauen und Männer davon begeistern lassen, sich für ihre Beziehung stark zu machen und neue Wege der Kommunikation auszuprobieren.

Die Leitung liegt bei Mea E. Voß (Systemischer Coach, NLP-Trainerin, IPE-Trainerin für Paararbeit) und Jürgen Voß (Diplom-Ökonom, NLP-trainer und Coach, IPE-Trainerin für Paararbeit).

Die Veranstaltung findet statt am Freitag, den 26.4.2013, von 15.30 - 20.30 Uhr und am Samstag, 27.4.2013, von 9.30 - 17.30 Uhr. Veranstaltungsort ist das Haus Landeskirchlicher Dienste, Olpe 35, in 44135 Dortmund

Weitere Informationen und Anmeldung bei: Martina Kampmann, Telefon: 0231-540915

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Medienerziehung in der Familie

Unter dem Titel "Zwischen Anspruch und Alltagsbewältigung: Medienerziehung in der Familie" lädt die Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) am 19. März 2013 ab 10:00 Uhr zur medienpädagogischen Fachtagung ins Düsseldorfer NRW-Forum ein. Es geht darum, die aktuellen Herausforderungen für Medienerziehung und -erziehungsberatung zu beleuchten und zu diskutieren.

Die Tagung richtet sich sowohl an Interessierte ohne oder mit geringer Erfahrung in der medienpädagogischen Elternarbeit als auch an erfahrene Medienpädagogen. Alle Informationen rund um die Veranstaltung finden Sie auf dem Einladungsflyer. Die Teilnahme ist kostenfrei. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, daher ist eine um vorherige Anmeldung erforderlich.

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"Familien heute": Gespräch mit internationalen Partnern

Das Amt für MÖWe (Mission, Ökumene und Welverantwortung) lädt zu einem Studientag am Freitag, 15. März 2013, von 16.00 Uhr - 20.30 Uhr nach Haus Villigst in Schwerte ein.

Dabei geht es um Fragen wie: Was heißt "Familien heute" für unsere Partner in Tansania, Großbritannien, Indonesien, Polen? Stehen sie vor ähnlichen Fragen wie wir, wie beispielsweise Familien gestärkt werden können, wie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gelingen kann?

ct 

Ehe und Familie aus theologischer Perspektive

Um Ehe und Familie aus theologischer Sicht geht es bei einer zweitägigen Tagung in Haus Villigst. Vom 20. bis 21. Februar 2013 stehen Fragen wie diese im Mittelpunkt: Lassen sich aus in der Bibel erzählten Beziehungserfahrungen biblische Familienbilder ableiten? Gibt es ein normatives Leitbild? Wie erzählt die Bibel von familiären Beziehungen?

Die Veranstaltung bietet ein Forum, theologische Impulse und Fragen der Hauptvorlage "Familien heute" aufzunehmen und ihnen im Gespräch mit Fachleuten nachzugehen.

Das ausführliche Tagungsprogramm und alle weiteren Informationen finden Sie hier.

Familie ist Thema beim Institut für Kirche und Gesellschaft

Das Institut für Kirche und Gesellschaft der EKvW beteiligt sich mit seinen Kompetenzen und Erfahrungen am landeskirchenweiten Diskussionsprozess über die Hauptvorlage und bietet im Rahmen zahlreicher Veranstaltungen Orte für Meinungsbildung und gesellschaftspolitische Debatten an. Die Unterschiedlichkeit familiärer Themen spiegelt sich dabei in der Vielfalt der angebotenen Veranstaltungen wieder.

Untenstehend eine Auswahl der Veranstaltungen bis zum Oktober 2013.

Den vollständigen Veranstaltungskalender finden Sie hier.

Weitere Informationen und Anmeldung beim Institut für Kirche und Gesellschaft.

 

9. Februar 2013, 9.30-17.00 Uhr (Dortmund)

Westfälischer Theologinnen Tag (WTT)

"Familie - da war doch noch was?"

2013 ist Dr. Ellen Ueberschär beim WTT zu Gast und referiert über ihr Buch "Fürchtet Euch nicht! Frauen machen Kirche". In Workshops wird das Thema Familie von unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet.

Zusammen mit dem GA-WTK

 

20. - 21. Februar 2013 (Villigst)

Wer ist meine Familie?

Ehe und Familie aus theologischer Perspektive

Wie wird das Verhältnis von Ehe und Familie bestimmt? Wie verträgt sich ein Familienbegriff, der die Verantwortung füreinander in den Mittelpunkt stellt, mit Vorstellungen von der Ehe als Gleichnis der Treue Gottes? Die Veranstaltung bietet ein Forum, diesen Fragen im Gespräch mit Fachleuten nachzugehen.

 

5. März 2013 19.00 (in einer Moschee)

Was hält Familien zusammen? - Ein interkultureller Blick

Ein Abend zum Austausch über die Bedeutung von Familie

Vertrauen, Religion und Liebe gehören für Christen und auch für Muslime zusammen und bewirken einen Zusammenhalt, der gerade in Familien erfahren wird. Vor diesem Hintergrund wird nach der Bedeutung dieses Zusammenhalts in Familien gefragt. Impulse, Dialoge und gemeinsames Tun machen diesen Familienabend bunt. Eingeladen sind Muslime und Christen.

In Kooperation mit DITIB Konsularbezirk Essen

 

25.02. - 26.02.2013 (Recklinghausen)

"Familie als System - systemische Ansätze in der Bildungsarbeit mit Inhaftierten und deren Angehörigen" - Eine Fortbildung für Leiter und Leiterinnen von Bildungsveranstaltungen in Kooperation mit der Justiz
Die Inhaftierung eines Familienmitglieds hat Auswirkungen auf das ganze Familiensystem. Der systemische Ansatz konzentriert sich nicht auf den Problemträger allein, sondern nimmt das ganze System mit in den Blick. Welche Möglichkeiten und Zugänge bietet die systemische Sichtweise in der Bildungsarbeit mit Inhaftierten, sowie deren Angehörige und welche methodischen Zugänge eröffnet sie für die praktische Arbeit?

Zusammen mit der Justizakademie NRW

 

18. - 19. April 2013 (Villigst)

Wer gehört wem? Oder: Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Die Kinder lieben es, wenn die Mutter eine Telefonkonferenz hat. Dann dürfen sie fernsehen! Aber wenn das Handy klingelt während der Gutenachtgeschichte? Papa muss noch mal eben ins Büro ... Technische Möglichkeiten sind Fluch und Segen zugleich: Erreichbarkeit ist sinnvoll und hilfreich - ständiges parat Stehen macht krank. Wann ist Schluss mit Arbeit? Wie "heiligen" wir den Sonntag? Wer gehört eigentlich wem? "Samstags gehört Papi mir!" war eine Forderung, die weitgehend erfüllt wurde. Inzwischen ist der Samstag nicht mehr selbstverständlich arbeitsfrei - und der Sonntag auch nicht. Interessen der Familie müssen gegen berufliche Anforderungen durchgesetzt werden.

In Zusammenarbeit mit dem DGB werden Gefahren der Entgrenzung des Arbeitslebens aufgezeigt und Auswege gesucht.

 

Juni/September 2013 (genauer Termin auf Anfrage) (Villigst)

Familienleben und Partnerschaft unter erschwerten Bedingungen - Die Inhaftierung und deren Folgen

Von der Inhaftierung eines Familienmitglieds ist die ganze Familie betroffen. Im Gespräch mit Fachleuten aus Kirche, Justiz und Politik, sowie betroffenen Menschen, sollen die inneren und äußeren Auswirkungen dieser Situation beleuchtet und diskutiert werden. Der Fachtag hat das Ziel den Beitrag und die Verantwortung von Kirche, Justiz und Politik für die Menschen in Grenzsituationen in den Blick zu nehmen.

Zusammen mit Kooperationspartnern in der Justiz

 

13. - 14. Juli 2013 (Villigst)

Familienplanet - eine Reise in die familiäre Vielfalt

Auf dem Familienplaneten leben Menschen einer geheimnisvollen Spezie ... Singles, Paare, Patchwork, Kinderlose, Omas, Opas und solche, die es gerne wären, und viele Kinder und Jugendliche! Sie alle verbringen ein gemeinsames Wochenende im Park von Haus Villigst in Schwerte. Sie wollen den Begriff "Familie" neu buchstabieren. Sie spinnen Visionen eines neuen Miteinanders in unserer Gesellschaft und unserer Kirche - politisch, theologisch, und spirituell. Dabei ist eins sicher: Das familiäre Zusammenleben in Gottes Universum ist bunt!

Zusammen mit dem IAFW

 

12. - 13. September 2013 (Altenkirchen)

Einer für alle - alle für einen? Russlanddeutsche Familien in der Gemeinde - Kooperationsfachtagung für kirchlich-soziale Arbeit mit und für Aussiedler/-innen

Russlanddeutsche Familien sind im Vollzug der Auswanderung nach Deutschland großen Belastungen ausgesetzt. Was sich drüben bewährt hat, steht hier manchmal in Frage. Rollen(bilder) verändern sich. Generationen können noch enger zusammenrücken oder sich entfremden. Die Tagung versucht einen Blick auf die Erfahrungen von Ausgesiedelten und ihre Familien und fragt nach der Rolle der Gemeinden unserer Kirchen in diesem Prozess.

 

21. September 2013 (Villigst)

"Alle Achtung: Frauen Leben!" Westfälischer FrauenKirchenTag

Alle Achtung für das vielfältige Leben, das Frauen in unserer Mitte führen! Diese Vielfalt will dieser Tag sichtbar werden lassen - auf spirituellen Wegen, in Vorträgen, Workshops, Kreativangeboten.

Wie viel Vielfalt von FrauenLeben findet sich in unserer Kirche? Wie weit geht kirchliche Toleranz und Achtung gegenüber FrauenLeben jenseits des Modells der Heiligen Familie? Der Westfälische FrauenKirchenTag ist ein Schritt auf dem Weg zu Toleranz und Achtung gegenüber sogenannten alternativen Familienmodellen und Lebensformen.

Kooperation mit Ev. Frauenhilfe in Westfalen, MÖWe und der Konferenz der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten der EKvW

 

10. - 12. Oktober 2013 (Villigst)

Familien stärken! Welche Familienbilder machen Politik?

"Die moderne Familie hat sich in ihrem inneren Beziehungsgefüge wesentlich verändert", so der deutsche Sozialphilosoph Axel Honneth. Innerhalb der letzten fünfzig Jahre hat sie sich von einem "rollenförmig organisierten, patriarchalischen Sozialverband in eine partnerschaftliche Sozialbeziehung verwandelt". Wie sind diese Veränderungen heute spürbar und mit welchen gesellschaftlichen Veränderungsprozessen sind Familien darüber hinaus konfrontiert? Was bedeuten diese Entwicklungen für die Gesellschafts- und Familienpolitik, die vielfältige Formen familialen Zusammenlebens im Blick behält und Familien stärken will?

 

15. Oktober 2013 (Villigst)

Die Bedeutung der Väter für die Entwicklung von Kindern - Ein Abendforum

Die Rolle von Vätern ist in den letzten Jahren zunehmend in den Blickpunkt gerückt. Welche entwicklungspsychologische Bedeutung haben Väter für das Aufwachsen von Kindern und wie können sie deren Entwicklung optimal begleiten? Welche Bedingungen unterstützen väterliches Engagement und wie lässt sich dieses Engagement von Institutionen des Erziehungswesens in Kirche und Gesellschaft fördern?

Zusammen mit der Männerarbeit der EKiR

 

 
 
 
 
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