Praxis

Hier ist Raum für Beispiele aus der Praxis. Ihre Mitarbeit ist gefragt! Teilen Sie mit, was Sie zur Nachahmung empfehlen!

"FuN" stärkt Familien und fördert Kontakte

Und zum Abschluss ein Spiel

"FuN" ist ein erprobtes Familienbildungsangebot der Evangelischen Familienbildung im Kirchenkreis Unna. Es stellt Eltern und Kinder in den Mittelpunkt. Es spricht alle Familien an, unabhängig von ihrer Familienform, ihrer sozialen Lebenssituation und ihrer Vorerfahrungen mit anderen Bildungsangeboten. Etwa zehn Familien aus einem Stadtteil können an diesem achtwöchigen Kursprogramm teilnehmen.

Der Kurs findet jeweils nachmittags ab 16.00 Uhr statt, so dass auch Berufstätige Elternteile teilnehmen können. An den Nachmittagen werden die Familien mit verschiedenen Elementen aus dem Programm vertraut gemacht. Es gibt unter anderem Übungen und Spiele für die Familien, Zeit für Elterngespräche, parallel dazu eine Kinderbetreuung und eine gemeinsame Mahlzeit, die jeweils von einer Familie für die Gruppe vorbereitet wird.

Zu den Zielen dieses Kurses gehört es, die Eltern zu stärken und zu unterstützen, das Selbstvertrauen der Familienmitglieder zu festigen, Familienstress abzubauen sowie die Verständigung innerhalb der Familie zu verbessern. Gleichzeitig werden die Zusammenarbeit zwischen Eltern und Kindertageseinrichtung gefördert und neue Kontakte im Stadtteil aufgebaut.

Ansprechpartnerin: Andrea Goede, Telefon: 02303 288 129

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Was steht auf dem Familienwappen?

Carsten Griese ist Pfarrer für junge Familien in der Evangelischen Noah-Kirchengemeinde (Kirchenkreis Dortmund-West). Zu seinen Aufgaben gehört es, Familienfreizeiten durchzuführen. Hier ein Erfahrungsbericht:

Brigitta arbeitet in einem Call-Center, das Insolvenz angemeldet hat. Tom leitet ein Einkaufs-Center mit 72 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Sie nehmen beide mit ihren Kindern an einem Burgfräulein- und Ritterwochenende meiner Kirchengemeinde teil. Zehn Familien sind diesmal dabei. Freitagabends drücke ich beim ersten Kennenlernen allen ein Blatt mit den Umrissen eines Familienwappens in die Hand. Eltern und Kinder sollen es an diesem Wochenende gemeinsam gestalten. Meine Frage: Was ist euch so wichtig, dass es auf dem Wappen eurer Familie stehen muss?

Zweimal jährlich organisiere ich für Familien solche Wochenenden. Ich mag diese Freizeiten. Ob auf dem Bauernhof im Sauerland, dem "Piratenwochenende" im Emsland oder dem "Ritterwochenende" am Teutoburger Wald. Die Freizeiten sind schnell ausgebucht. Die Kinder lieben es, mit den Eltern etwas Neues zu erleben und mit Freunden zu spielen. Die Eltern genießen es, nichts organisieren zu müssen, Zeit für die Kinder zu haben und andere Eltern kennenzulernen.

Samstagabend sitzt man zusammen. Beim Bier werden die Bundesligaergebnisse ausgewertet, gemeinsam gelacht und über die Kinder geredet. Ich bin dabei und höre die Fragen. "Wie wird der Übergang vom Kindergarten in die Schule?" "Gibt es bei euch Stress mit den Hausaufgaben?" Erziehungsprobleme werden besprochen. Die Themen sind gleich, die Lösungen vielfältig.

Am Sonntagmorgen feiern wir einen Gottesdienst. Am Ende stellen Eltern und Kinder ihre Familienwappen vor. Ich bin überrascht wie liebevoll und schön die Wappen gestaltet sind. Alle hören genau zu, was die anderen zu ihren Bildern erzählen. Brigitta und ihr Kind haben einen Esel auf dem Wappen. "In unserer Familie können wir ziemlich störrisch sein", erzählt sie. Tom`s Familie hat einen Engel auf dem Wappen. "Der spielt ja schon durch unseren Nachnamen eine besondere Rolle". Alle wünschen sich voneinander Wärme und Lebendigkeit und haben ein Herz auf ihr Wappen gemalt.

Mit Fachleuten reden!

Ein Beispiel für die in der Hauptvorlage vorgeschlagene Vernetzung ist diese Veranstaltung der Evangelischen Kirchengemeinde Veltheim (Kirchenkreis Vlotho): Der Gesprächskreis der Gemeinde lädt am 05. Juni 2013 von 19.30-21.00 Uhr ins Gemeindehaus (Sprengelweg 161) zu einer Podiumsdiskussion ein. Als Fachleute in Sachen Familie beteiligen sich: Josef Schmeing, Leiter der AWO-Kindertagesstätte Veltheim, Olaf Brodziak, Leiter des Grundschulverbundes Eisbergen-Veltheim, Marianne Kollmeier, Hauptschullehrerin und Mitglied der Landessynode (Parlament der westfälischen Kirche).

Kontakt: Pfarrer Armin Backer, Telefon: 05706-545

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Zur Ausstellung nach Paderborn

Mit dem Thema "Familien heute" befasst sich eine Wanderausstellung, die vom 4. bis 13. Juni 2013 im Haus der Evangelischen Kirche, Klingenderstraße 13, in Paderborn zu sehen sein wird.

Eröffnet wird die Ausstellung am Dienstag, 4. Juni um 12 Uhr. Dazu werden auch Konfirmandengruppen und Schulklassen erwartet. Die Einführung ins Thema übernehmen Schulreferent Dr. Markus Hentschel und Sozialbeauftragte Susanne Bornefeld, beide vom Evangelischen Kirchenkreis Paderborn.

Zu den Öffnungszeiten des Hauses der Evangelischen Kirche (Mo-Do von 8.00-16.30 Uhr, Fr 8.00-12.00 Uhr) kann die Ausstellung bis zum 13. Juni täglich besichtigt werden; Gruppen sind herzlich willkommen und können sich unter Tel. (0 52 51) 50 02-53 zu einer kostenlosen Führung anmelden.

 Angeregt durch das Impulspapier der Evangelischen Kirche von Westfalen "Familien heute" verarbeitet die zweiteilige Ausstellung im ersten Teil dessen Bilder und Informationen. Der zweite Teil zeigt einen Ausschnitt der Preisträger-Arbeiten aus dem jährlichen Schülerwettbewerb der Landeskirche, der 2012 unter dem Thema „Die (h)eilige Familie“ stand.

Oliver Claes

Kochen aus Tüten

Das Projekt "Kochen aus Tüten", wie es die Familienbildung der Evangelischen Frauenhilfe in Westfalen anbietet, vermittelt Küchenfitness für knappe Haushaltskassen. Es handelt sich zunächst einmal darum zu erlernen, wie aus den unverarbeiteten Lebensmitteln aus den "Tüten" der örtlichen Tafel vollwertige Mahlzeiten gekocht werden können.

Aber auch Fragen von gesunder Ernährung, Hygiene, Vorratshaltung und Esskultur spielen eine Rolle. Als Nebeneffekt ergibt sich ein praxisnaher Deutschunterricht für viele und die Knüpfung von besseren Beziehungen untereinander in einem brennpunktähnlichen Stadtteil.

Bei über 10 Teilnehmerinnen sind im Durchschnitt 35 Kinder von den positiven Auswirkungen mitbetroffen!

Ansprechpartnerin:Ansprechpartnerin für weitere Informationen ist Regina Sybert-Goldstein von der Familienbildung der Evangelischen Frauenhilfe in Westfalen.

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Patenschaften für Familien übernehmen

Seit einigen Jahren gibt es Familienpaten, die junge Familien unterstützen. Die Liste der Familien, die auf eine Patenschaft warten ist lang. Familienpaten engagieren sich ehrenamtlich in jungen Familien mit Kindern von 0-3 Jahren. Ein- bis zweimal wöchentlich gehen sie zu einer verabredeten Zeit in die Familien, um diese in ihrem Alltag zu entlasten und in Krisen zu unterstützen. Sie sind Gesprächspartner für die Eltern, geben Hilfen bei der Alltagsorganisation zu geben, beraten bei Fragen der Ernährung, Körperpflege, Gesundheit und Haushaltsführung, helfen bei Amtsformalitäten und Schriftverkehr oder vermitteln weitergehende Unterstützungsmöglichkeiten, um nur einige der Aufgaben zu nennen.

Die Auswahl und Ausbildung von Paten als Helfer, Vertrauensperson und Gesprächspartner/innen setzt solide Lebenserfahrung, Geduld, Einfühlungsvermögen und Toleranz voraus und erfolgt über die Familienbildung der Evangelischen Frauenhilfe. Die Inhalte der Ausbildung orientieren sich an der Aufgabenstellung der Familienpaten und umfassen - neben der Klärung der eigenen Motivation und der Reflektion der eigenen Persönlichkeit - unter anderem Alltagsbewältigung, Erziehungsstile, Partnerschaftsfragen, Ernährung, Gesundheitsverhalten, Krankenpflege, Kommunikation und Wahrnehmung. Der Austausch der Familienpaten untereinander, die Beratung und fachliche Begleitung werden ebenfalls durch die Familienbildung geleistet.

Ansprechpartnerin für weitere Informationen zu diesem Ehrenamt ist Regina Sybert-Goldstein von der Familienbildung der Evangelischen Frauenhilfe in Westfalen.

Viele Diakonische Werke bieten außerdem die Ausbildung zu Familienpaten an. Beispielsweise die Diakonie Ruhr-Hellweg. Interessenten können sich bei Sonja Werner (Telefon 02307 965258) oder bei Margarete Hackmann (Telefon 02307 280633) über die Qualifizierung informieren und anmelden.

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Aus der Praxis