Stellungnahme Kreissynode Tecklenburg

In zehn Themenbereichen aktiv geworden

Im Kirchenkreis Tecklenburg hatte die Sommersynode 2013 in insgesamt 10 Arbeitsgruppen inhaltliche Schwerpunktbereiche des Familienthemas beleuchtet. Die Sommersynode 2014 hat nun eine Stellungnahme verabschiedet, die Auskunft darüber gibt, wie im Hinblick auf diese Themenbereiche im Kirchenkreis weitergearbeitet wurde.

Der Familienbegriff der Hauptvorlage wird begrüßt, weil er "horizonterweiternd" sei. Gleichzeitig wird festgehalten, dass sich das Lebenskonzept Familie nach wie vor ungebrochener Beliebtheit erfreue und in der Regel auch gelinge. "Die Familie wird als Keimzelle der Gesellschaft begriffen und stellt eine der wichtigsten Lebensziele und -aufgaben der Menschen dar. Angesichts der tiefgreifenden gesellschaftlichen Veränderungsprozesse und den vielfältigen Belastungen, denen Familie heute ausgesetzt sind, bedarf es in Kirche und Gesellschaft jedoch eines geschärften Blicks für notwendige Hilfs-und Unterstützungsangebote, damit das Lebensmodell Familie nicht zerbricht, wenn es in die Krise kommt. Als Kirche sind wir gefragt, in diakonischer Verantwortung wie auch in der Rolle des Arbeitgebers für einen familienunterstützenden Rahmen Sorge zu tragen." So der Kirchenkreis Tecklenburg. Er beschreibt anschließend vielfältige neue gemeindliche und kreiskirchliche Initiativen und Praxismodelle, die Familien in unterschiedlichen Lebensphasen begleiten und unterstützen.

Die Stellungnahme im Wortlaut

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Kreissynode Lüdenscheid-Plettenberg

Differenzen offenlegen und ins Gespräch bringen

Die Kreissynode Lüdenscheid-Plettenberg äußert grundsätzliche Bedenken gegen den funktionalen Familienbegriff der Hauptvorlage und gegen die "Relativierung der von Gott gesetzten Ehe als nur einer von vielen möglichen Formen des Zusammenlebens". Sie begrüßt die Auseinandersetzung mit dem "Verständnis der Heiligen Schrift in der evangelischen Kirche". Sie bittet darum, die Differenzen im Schriftverständnis offenzulegen und die "verschiedenen Sichtweisen möglichst objektiv zu beschreiben und miteinander ins Gespräch zu bringen". Auch in Zukunft solle "die von Gott eingesetzte Ehe als für das christliche Familienverständnis maßgeblich" berücksichtigt werden.

Die Beschlüsse im Wortlaut.

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Stellungnahme Kirchenkreis Herne-Castrop-Rauxel

Milieuverengungen vermeiden – familienfreundlicher werden

Die Kirchengemeinden, Einrichtungen und Ausschüsse im Kirchenkreis Herne-Castrop-Rauxel haben sich intensiv mit der Hauptvorlage "Familien heute" auseinandergesetzt. Die Ergebnisse sind in einer Stellungnahme zusammengefasst, der die Sommersynode 2014 zugestimmt hat. "Die Kreissynode sieht sich in der Gemeinschaft der Kirchengemeinden und Einrichtungen vor der Herausforderung, die eigene Wahrnehmung familiärer und menschlicher Wirklichkeiten ständig zu erweitern und Milieuverengungen zu überwinden."

Dabei geht es um die biblisch-theologische Reflexion des funktionalen Familienbegriffes, die Stärkung der Gemeindearbeit, die Öffnung der liturgischen Praxis für homosexuelle Paare, um familienfreundliche Arbeitsbedingungen innerhalb der Kirche und familienpolitische Forderungen.

  • Der funktionale Familienbegriff der Hauptvorlage weite zwar den Blick auf andere Familienformen, aber - so die Stellungnahme - Familie erschöpfe sich nicht in ihrer Funktion. "Eine Familie weist über sich hinaus, indem sie am Weg der Familie des Volkes Gottes teilnimmt und den Kindern den Zugang zum diesem Weg des Glaubens eröffnet." Die Kreissynode vermisst eine Unterscheidung der Begriffe "Familie" einerseits und "Ehe- bzw. Partnerschaft".
  • Die Kreissynode fordert Vertreterinnen und Vertreter der Kirchenleitung und der Landessynode auf, bei Gesprächen mit politischen Parteien und Regierungen gegen die Verfolgung homosexueller Lebensentwürfe Stellung zu beziehen. Sie befürwortet die Öffnung der liturgischen Praxis im Blick auf die Segnung homosexueller Paare.
  • Die Kreissynode erwartet, dass die familienpolitischen Äußerungen der Landeskirche der rechtlichen Stärkung und materiellen Unterstützung von Elternpaaren und Alleinerziehenden eine besondere Aufmerksamkeit widmet." Die Kreissynode nennt in diesem Zusammenhang existenzsichernde Einkommen, familienfreundliche Arbeitszeitmodelle und einen flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn.
  • Im Kirchenkreis soll es binnen Jahresfrist Vorschläge für eine familienfreundliche Personalplanung geben.
  • Die praktischen Impulse der Hauptvorlage werden in der gemeindlichen Arbeit des Kirchenkreises aufgenommen. Die Kreissynode bittet die Kirchenleitung, dafür Sorge zu tragen, dass Gemeinden beispielsweise "durch Fortbildung, Beratung und finanzielle Mittel unterstützt werden, die Ziele der Hauptvorlage umzusetzen."

Die Stellungnahme im Wortlaut.

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Stellungnahme Kirchenkreis Unna

Sich weiter "auf dem Laufenden" halten!

Der Familienbegriff der Hauptvorlage verunsichere, führe zu kontroversen Diskussionen und werde mit Erleichterung aufgenommen. Das stellt die Kreissynode Unna in ihrer Stellungnahme fest. In acht Punkten werden die Ergebnisse des bisherigen Prozesses festgehalten. Sie sind als "erste Schritte auf dem Weg zu einer Öffnung des Familienbegriffs" zu verstehen. Es geht genauso darum, dass sich Kirchengemeinden mit Familienbildern der Bibel auseinandersetzen als auch sich "vor Ort regelmäßig über Bedürfnisse und Lebenslagen von Familien 'auf dem Laufenden' zu halten. Der Vereinbarkeit von Familie und Beruf sei besondere Aufmerksamkeit zu schenken - sowohl im politischen Bereich als auch bei den Arbeitsbedingungen in Kirche und Diakonie.

Insgesamt ist die Kreissynode der Auffassung, dass das Thema der Hauptvorlage auf allen kirchlichen Ebenen weiter behandelt werden sollte.

  • Die Landessynode wird gebeten, weitere Kampagnen und Projekte für Familien in ihrer Vielfalt, wie z.B. die Tauffeste, die Kampagne gegen Kinderarmut und das Projekt "Mit Kindern neu anfangen" zu initiieren, zu bewerben und durchzuführen.
  • Die Synode bittet den theologischen Ausschuss und den Ausschuss für Gottesdienst und Kirchenmusik um Weiterarbeit an dem Thema Segnung von gleichgeschlechtlichen Paaren und Paaren ohne standesamtliche Trauung.

Stellungnahme im Wortlaut

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Beschlussantrag Kreissynode Bielefeld

Trauung gleichgeschlechtlicher Paare ermöglichen

Die Kreissynode Bielefeld hat auf ihrer Sommersynode 2014 die Trauung gleichgeschlechtlicher Paare befürwortet. Sie bittet die Landessynode, eine gottesdienstliche Handlung dafür zu entwickeln. Der Beschluss wurde bei sechs Gegenstimmen und sechs Enthaltungen gefasst.

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Stellungnahme Kirchenkreis Dortmund

Freie Geburtshilfe durch Hebammen sichern

Mit Sorge betrachtet die Kreissynode des Kirchenkreises Dortmund die aktuelle Entwicklung im Bereich der freien Geburtshilfe durch Hebammen. Die Erhöhung der Prämien der Berufshaftpflicht drohe dazu zu führen, dass freiberuflich tätige Hebammen sich zusehends aus dem Bereich der Geburtshilfe zurückziehen und diese Tätigkeit noch stärker an Krankenhäusern angesiedelt sein wird. Zu einer kinderfreundlichen Welt gehöre, so die Kreissynode, "dass die Vielzahl an Möglichkeiten und Orten, ein Kind unter fachlicher medizinischer Begleitung zur Welt zu bringen, erhalten bleibt." Die Angebote freiberuflicher Geburtshilfe dürften nicht aus wirtschaftlichen Sachzwängen heraus eingestellt werden müssen. Die Vergütung von Hebammen müsse ihrer verantwortungsvollen Aufgabe angemessen geregelt werden. Die Kreissynode bittet die Verantwortlichen der Diakonie, sich für den Fortbestand von Angeboten freiberuflich tätiger Hebammen in ihren eigenen Häusern einzusetzen.

Die Stellungnahme im Wortlaut.

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Tipp

Biblische Anregungen

Unter biblischen Impulsen finden sie 52 kurze Beiträge über Familien in der Bibel. Da geht es um Lieblingskinder genauso wie um Jesu Verwandte, um Ehepaare oder das Elterngebot. Der Spannungsbogen ist groß. Alle Beiträge sind Anreiz zum Gespräch mit anderen oder regen das eigene Nachdenken an. Alle sind geeignet als kurze Andacht zu Beginn einer Gemeindeveranstaltung.

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Kreissynode Gladbeck-Bottrop-Dorsten

Alle Familienformen wahrnehmen

Die Kreissynode Gladbeck-Bottrop-Dorsten hat unterschiedliche Stellungnahmen aus Kirchengemeinden sowie der Krankenhaus - und Altenheimseelsorge ausgewertet. Ein eher funktionaler Familienbegriff findet Befürworter und Kritiker. Familien sind in der konkreten Arbeit durchaus im Blick, allerdings - so wird selbstkritisch angemerkt - eher als junge Familien mit Kindern. Die 45 - 65Jährigen würden zu wenig angesprochen. Bei acht Gegenstimmen und 11 Enthaltungen hat sich die Kreissynode den Beschluss des Presbyteriums der Kirchengemeinde Bottrop zu eigen gemacht. Diese begrüßt ausdrücklich den erweiterten Familienbegriff, stimmt den Leitlinien der Evangelischen Aktionsgemeinschaft für Familienfragen zu und hält eine Weiterarbeit an der Hauptvorlage auf allen Ebenen der Landeskirche für notwendig.

Beschluss in Wortlaut

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Landessynode 2013 - Theologischer Ausschuss

Klärungen und Konsequenzen

(Bielefeld, 22.11.2013) Der Theologische Tagungsausschuss der Landessynode hat sich mit vier Fragestellungen, die sich aus dem Zwischenbericht zur Hauptvorlage "Familien heute" ergeben, beschäftigt: Biblisches Zeugnis und Familienformen, Schriftverständnis, Familie als Institution und Konsequenzen für liturgisches und gottesdienstliches Handeln.

Aufgrund der Beschlussvorschläge des Theologischen Ausschusses hat die Landessynode beschlossen:

  • Den Kirchengemeinden soll in gedruckter Form eine Leseauswahl mit Texten, die sich Familienformen, Rollenbildern in der Bibel und in der Kirchengeschichte beschäftigen, zur Verfügung gestellt werden.
  • Außerdem beauftragt die Landessynode den Ständigen Theologischen Ausschuss, im Zusammenhang der Diskussion um die Hauptvorlage Hermeneutik und evangelisches Schriftverständnis in verständlicher Sprache darzulegen.
  • Weiterhin soll der Ständige Theologische Ausschuss, die Bedeutung des in der Diskussion über die Hauptvorlage eingeführten Begriffs "Institution" im Blick auf die Familie zu vertiefen und kritisch zu entfalten. Dabei ist zu beschreiben: "Familien benötigen einen verlässlichen Schutzraum sowie eine entlastende Erwartungssicherheit, welche die Einzelnen in ihrem Familienleben vor Überforderungen bewahren. Familie ist eine gegebene Erfahrung jedes Menschen, die als Gottesgeschenk beschrieben werden kann und als Institution der gestaltenden Annahme bedarf." Die Landessynode bittet den Ständigen Theologischen Ausschuss, diese Perspektive auch im Blick auf Ehe und andere Lebenspartnerschaften zu bedenken.
  • Außerdem soll die gottesdienstliche Segnung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften ermöglicht werden.
  • Darüber hinaus hat die Diskussion zur Hauptvorlage die Notwendigkeit einer Klärung des evangelischen Eheverständnisses deutlich gemacht. Was ist eine evangelische Trauung? Unterscheidet sie sich von anderen gottesdienstlichen Segenshandlungen?

Einbringungsrede Theologischer Ausschuss im Wortlaut.

Beschlüsse der Landessynode im Wortlaut

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Landessynode 2013 – Ausschuss Hauptvorlage

Kleine und große Schritte, um Familien heute zu stärken

(Bielefeld, 21.11.2013) Die Evangelische Kirche von Westfalen will familienfreundlicher werden. Modelle und Methoden für familienfreundliche Arbeitsbedingungen, das Eingehen auf familiäre Situationen mit Blick auf Arbeitszeiten und Dienstpläne oder befristete Arbeitsverträge - all das soll nach dem Willen der Synode weiterentwickelt werden. Bis zur nächsten Landessynode im November 2014 soll eine Projektgruppe aus Ehren- und Hauptamtlichen dazu Vorschläge erarbeiten. Das hat die Westfälische Landessynode heute Abend beschlossen.

Kirche und Diakonie könnten mit geeigneten Maßnahmen den gesellschaftlichen Wandel mitgestalten, heißt es in der Vorlage. Denn "Kirche und Diakonie haben einerseits das Ziel, familienfreundliche Dienstleistungen anzubieten. Sie müssten dies andererseits mit familienfreundlichen Arbeitsbedingungen für die Mitarbeitenden verbinden. In diesen beiden Zielen liegt eine besondere Spannung, die es mit allen Betroffenen zu lösen gilt."

Die Landessynode hält es außerdem für notwendig, die bestehenden staatlichen Förderinstrumente der Familienpolitik auf ihre Wirksamkeit zu überprüfen. Statt der überwiegend monetären Familienförderung sei dem Rechtsanspruch auf Hilfen zur Erziehung nach SGB VIII und dem Ausbau der Prävention besondere Aufmerksamkeit zu schenken, so die Vorlage.

Darüber hinaus enthält die Vorlage Empfehlungen, wie sich zukunftsfähiges kirchliches und diakonisches Leben und Handeln in den Kirchengemeinden und Sozialräumen gestalten und weiterentwickeln lässt.

Die Vorlage des Ausschusses Hauptvorlage im Wortlaut

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Landessynode 2013

Intensive und konstruktive Diskussionen auf ganz unterschiedlichen Ebenen

Der Theologischen Vizepräsident Albert Henz brachte am Montagabend den Zwischenbericht zur Hauptvorlage ein.

(Bielefeld, 18.11.2013) Heute Abend brachte der Theologische Vizepräsident Albert Henz den Zwischenbericht zur Hauptvorlage "Familien heute" in die Synode ein. Gleich eingangs stellte er fest, "dass es eine intensive und konstruktive Diskussion dazu auf ganz verschiedenen Ebenen gegeben hat." Das begann schon bei der Erstellung der Vorlage selbst und setzte sich fort in zahlreichen Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen, für die das Dezernat häufig Referenten und Veranstaltungsformate vermittelt hat. Das Diskussionsforum im Internet und die dort zur Verfügung gestellten Materialien wurden in einem so bei uns bislang nicht gekannten Ausmaß genutzt."

In allen Debatten zeige sich, wie sehr Gesprächsbedarf über die weitreichenden Veränderungen und deren Bewertung besteht. Die Bereitschaft, auch mit nichttraditionellen Familienformen wertschätzend und unterstützend umzugehen, werde grundsätzlich positiv und als notwendig angesehen. Auf dieser Synode werde noch nicht abeschließend über das Impulspapier beraten, denn der Diskussionsprozess sei um ein Jahr verlängert worden, so der Vizepräsident.

Als Schwerpunkte der Diskussion nannte er bespielhaft die theologische Auseinandersetzung mit dem Familienbegriff, die Frage nach der Familienfreundlichkeit der Arbeitgeberin Kirche und Diakonie und die bessere Vernetzung der in Kirche und Diakonie bereits vorhandenen Unterstützungsangebote.

Ab Dienstagnachmittag werden im Theologischen Ausschuss und im Hauptvorlagenausschuss der Landessynode die Themen und Tendenzen des bisherigen Prozesses bearbeitet und überlegt, wie die Weiterarbeit im nächsten Jahr aussehen kann.

Einbringung des Zwischenberichtes im Wortlaut

Zwischenbericht im Wortlaut

Einbringung des Zwischenberichtes zum Hören.

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Landessynode 2013

Familie ist Hauptthema

Präses Annette Kurschus während ihres mündlichen Berichtes.

(Bielefeld, 18. 11. 2013) Seit heute tagt die Landessynode der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW). Seit heute wird auch über "Familien heute" beraten. Es sei das Thema, das die EKvW in den zurückliegenden Monaten vorrangig beschäftigt habe, sagte Präses Annette Kurschus in ihrem mündlichen Bericht zum Auftakt der Synode. "Unser Anliegen ist: Die in Veränderung begriffene familiäre Wirklichkeit wahrzunehmen, ihre vielfältigen neuen Formen zu würdigen, uns mit unseren kirchlichen Angeboten darauf einzustellen und Familie auf diese Weise zu stärken." Dies geschehe - so die Präses - "nicht in kritikloser Anpassung an den gern verunglimpften 'Zeitgeist', es hat seinen Grund vielmehr in der Treue zum Kernauftrag unserer Kirche. Wo wir von Familie sprechen, braucht es Verlässlichkeit und Treue, gegenseitige Verantwortung auf Dauer und fürsorgliches Einstehen füreinander. Diese Kriterien sind unaufgebbar für jede Form familiären Zusammenlebens."

Vor einem Jahr ist der Synode das Impulspapier "Familien heute" vorgelegt worden. Seitdem gibt es auf allen Ebenen der Evangelischen Kirche von Westfalen darüber einen Diskussionsprozess. Die Synode wird sich nun mit einem Zwischenbericht beschäftigen. Das Thema bleibt ein weiteres Jahr auf der Tagesordnung. Für 2014 sind abschließende Beschlüsse vorgesehen.

Hier geht es zum mündlichen Bericht der Präses, Auszug Familie.

umd hier zum Anhören des mündlichen Berichtes. (Auszug "Familie mehr als ein Netzwerk")

Die fortlaufende Berichterstattung zur Synode finden Sie hier.

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Service: Entwurf für eine Veranstaltung

Wir sind Familie

Auf der Suche nach Material, um in einer Gruppe über das Thema "Familien heute" ins Gespräch zu kommen? Nicole Richter hat am 24. Januar 2013 im WDR eine Radioandacht gehalten. Unter Material können Sie diese hören und downloaden. Außerdem gibt es dort einen Vorschlag für die Gruppenarbeit.

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Neu

Fundgruben für Daten und Fakten zum Thema Familie

Wie geht es der Familie heute? Und wie wird es morgen sein? Immer wieder gibt es zu diesen Fragen wissenschaftliche Studien und spannende öffentliche Diskurse. Diese werden ab sofort in der Rubrik "Gesellschaftliche Impulse" aufgegriffen und kurz kommentiert. Zu Beginn stellt Dr. Remi Stork Ihnen die wichtigsten "Fundgruben" für aktuelle Daten und Fakten zum Thema Familie vor.

Dr. Remi Stork ist beim Diakonischen Werk Rheinland-Westfalen-Lippe Referent für Familienpolitik und Grundsatzfragen der Jugendhilfe. Er ist Geschäftsführer der Evangelischen Aktionsgemeinschaft für Familienfragen Westfalen-Lippe.

Service

Materialien stehen zur Verfügung

Materialien für Gemeindebriefe, Gruppenstunden und Gesprächskreise finden Sie in der Rubrik Material. Hier stehen Ihnen die Bilder der Hauptvorlage, ein Einführungstext sowie ein Praxisbeispiel zur Diskussion zur Verfügung. 

Vortrag

Die Familie in biblischer Sicht

Die Bibel begründet Ehe und Familie nicht als eine auf Liebe gründende Gemeinschaft, sie propagiert keine aus Vater, Mutter und ihrer beider Kinder bestehende Kleinfamilie und auch nicht jene Rollenverteilung, in der er draußen für den Erwerb sorgt und sie den Haushalt führt und die Kinder versorgt. Diese These entfaltete der Theologe Jürgen Ebach vor der Lippischen Landessynode Ende November. In seinen Ausführungen entzog er solchen Familienbildern die biblische Legitimierung. Seinen Vortrag können Sie hier nachlesen.

Lippische Landessynode

Lippische Landeskirche will Familien stärker wahrnehmen

Detmold, 26.11.2012. Die Lippische Landeskirche verpflichtet sich, die eigene Arbeit auf Familienfreundlichkeit hin zu überprüfen, Familien stärker in den Blick zu nehmen und Vernetzungen mit verschiedenen Partnern vor Ort zugunsten von Familien anzustreben. Das hat die Landessynode heute beschlossen.

Es gehe darum, "aufmerksam wahrzunehmen, wie unterschiedlich Familien sind und diese Unterschiedlichkeit zu respektieren", sagte die Landespfarrerin für Diakonie, Renate Niehaus, in ihrer Einführung des Themas auf der Synode. "Familie ist da, wo Menschen dauerhaft und generationenübergreifend persönlich füreinander einstehen und Verantwortung übernehmen", dieser Familienbegriff liege dem von der Lippischen Landeskirche und der Evangelischen Kirche von Westfalen entwickelten Impulspapier "Familien heute"  zugrunde. Darüber hinaus seien die Herausforderungen, die Familien zu bestehen hätten, nicht "graue Theorie für die Kirche, die Gemeinden, die Diakonie. Sie sind lebendiger Bestandteil des Ganzen." Also müsse geklärt werden, was Familien brauchen, welche Unterstützung und Hilfen und wie Gemeinde aussehen muss, "damit Familien in jeder Form in ihr Platz finden." 

Auch die Gemeinden und Einrichtungen der Diakonie sind gebeten, sich der Verpflichtung der Landeskirche anzuschließen. Landeskirchliche Dienste, Gemeinden und diakonische Einrichtungen sollen im kommenden Jahr Gestaltungsideen und Projekte entwickeln sowie Erfahrungsformen mit neuen und bewährten Handlungsformen beschreiben. Auf der Internetseite www.familien-heute.de wird der Prozess begleitet.

Aspekte der kirchlichen Beschäftigung mit dem Thema "Familie" sind religiöse Erziehung und Gemeindeaufbau; die Familie als Handlungsort von Diakonie unter den Stichworten Pflege, Armut, Erziehungshilfen; lebenslange seelsorgerliche Begleitung von Menschen und damit auch der Familie sowie der Ausbau von Kindertagesstätten unter der Überschrift "familienfreundliche Betreuungszeiten".

Die Lippische Landeskirche hat rund 177.000 Gemeindeglieder.

 

Hauptvorlage "Familien heute" der Öffentlichkeit übergeben

Das Ziel heißt "Familien zu stärken"

Bielefeld, 16. November 2012. Heute ist die Hauptvorlage "Familien heute" der Öffentlichkeit übergeben worden. "Das Anliegen der Hauptvorlage und des damit verbundenen Prozesses ist es, Familien zu stärken." Betonte Superintendentin Annette Muhr-Nelson in ihrer Einbringungsrede vor der Synode der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW).

Denn bei allem gesellschaftlich bedingten Wandel und unabhängig von ihrer Form bleibe die Familie der primäre Sorge-, Schutz- und Entwicklungsraum für ein Kind. Liebe und Geborgenheit, Vertrauen und Glück würden zuallererst in der Familie erfahren. In ihr werde Wissen weitergegeben, würden Traditionen gelebt und gebildet, kulturelle Erfahrungen gemacht, Werte vermittelt. "Starke Familien, in denen dies gelingt, bilden die Basis einer leistungsfähigen Zivilgesellschaft - und einer lebendigen Kirche."

Die Hauptvorlage ist ein Impulspapier, das im kommenden Jahr in der EKvW diskutiert werden soll. Im Kern gehe es um drei Fragen, so Muhr-Nelson: 

  1. Was verstehen wir – in der EKvW – unter „Familie“?
  2. Welche Leitbilder zum Thema „Familie“ gibt es in der Bibel und in unserer theologischen Tradition und was heißt das für unsere sozialethische Positionierung in Fragen der Familie?
  3. Wie können wir in unserem kirchlichen und gesellschaftlichen Handeln konkret Familien stärken?

Stellungnahmen: Frist endete am 07. Juli 2014

Die Frist für Stellungnahmen und Beschlussanträge an die Landessynode 2014 endete am 07. Juli 2014.

Erfahrungen mit Projekten und Veranstaltungen zur Hauptvorlage sind weiterhin willkommen. Bitte schicken Sie diese an:

familien-heute@ekvw.de 

Stellungnahmen aus dem Bereich der Lippischen Landeskirche können noch bis zum 20. August eingereicht werden. Bitte schicken Sie diese ebenfalls an:

familien-heute@ekvw.de 

Referentinnen und Referenten

Sie sind auf der Suche nach einer Referentin oder einem Referenten, der in die Hauptvorlage einführt oder spezielle Themen der Hauptvorlage darstellt? Es gibt einen kleinen Pool von Menschen, die an der Hauptvorlage mitgearbeitet haben und dazu gerne bereit sind.

Kontakt:

Christa A. Thiel
familien-heute@ekvw.de

Synode 2012

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