Tipp aus der Praxis

Taschen packen und über Familie reden!

Andrea Goede und das Team der Familienbildung des Evangelischen Kirchenkreises Unna haben einen Tipp, wie Sie schnell in ein intensives Gespräch über Familiensituationen kommen:

Unsere "Familientaschen" beinhalten viele verschiedene Materialien aus dem alltäglichen Leben. Wir haben diese "Familientaschen" für unseren Neujahrsempfang zum Einstieg in die Diskussion über die Hauptvorlage genutzt und damit sehr positive Erfahrungen gesammelt. Die Taschen waren auf den Gruppentischen verteilt und wurden von den Teilnehmenden ausgepackt. Die verschiedenen Dinge aus dem täglichen Leben riefen unterschiedliche Assoziationen hervor und so entwickelten sich sehr schnell intensive Gespräche über differente Familiensituationen.

Benötigte Materialen: Stofftaschen, Lesebrillen, Kaleidoskope Jahreskalender Spielzeugautos, Hygieneartikel, Spielgeld, Kartenspiele, Putzschwämme, Haftnotizblätter, Schraubendreher und dergleichen. Ihrer eigenen Kreativität ist hier keine Grenze gesetzt. Viel Freude beim Packen der Taschen und viel Spaß beim Ausprobieren!

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Synodenabend im Kirchenkreis Hamm

Intensiver Austausch über Familienbilder

Foto: Tilmann Walther-Sollich

Der Kirchenkreis Hamm will sich an dem Diskussionsprozess "Familien heute" aktiv beteiligen. Dazu hatte die Kirchenkreisleitung Haupt- und Ehrenamtliche aus den Gemeinden zu einem dreistündigen Workshop nach Haus Caldenhorf in Hamm eingeladen. Als Einstieg hatte sich der Vorbereitungskreis ein "Speed-Dating" ausgedacht. Genau eine Minute dreißig Sekunden hatten die knapp 60 Teilnehmer Zeit, sich im Zwiegespräch über verschiedene Aspekte des Themas miteinander bekannt zu machen. "Es war das erste Speed-Dating meines Lebens", meinte Superintendent Rüdiger Schuch in seinem Schlusswort.

Pfarrer Dr. Tilman Walter-Sollich, Öffentlichkeitsbeauftragter des Kirchenkreises, übernahm es, das 84-Seiten starke Papier in einer Powerpoint-Präsentation vorzustellen. Eingeblendete Fotos machten deutlich, wie sehr sich das Familienbild in den vergangen 50 Jahren gewandelt hat. Von der vermeintlich heilen Familie der Gründungsjahre der Bundesrepublik mit Vater, Mutter und mindestens zwei Kindern und im Hintergrund womöglich noch den Großeltern bis zur Patchworkfamilie heutiger Tage mit mehreren Kindern, die aber verschiedene Mütter und Väter haben.

Walther-Sollich machte deutlich, dass sich die Kirche in der Diskussion über ihr christliches Familienbild auch der Frage gleichgeschlechtlicher Paare stellen muss. Dabei verschwieg er nicht, dass die von vielen geforderte und gewünschte Öffnung der Kirche gegenüber alternativen Formen des Zusammenlebens und der modernen Formel, dass Familie überall dort ist, wo Menschen füreinander Verantwortung übernehmen, in konservativen Gemeinden noch nicht mehrheitsfähig ist.

Nach wie vor sei es wichtig, Familien zu begleiten: außerhalb des Gottesdienstes in diakonischen Einrichtungen wie Kindergärten und Familienzentren, im Religions- und Konfirmandenunterricht sowie in anderen Gruppen und Gemeinschaften.

In seiner Zusammenfassung problematisierte Superintendent Schuch auch das Thema Ehrenamtlichkeit, das für eine zahlenmäßig kleiner werdende Kirche immer wichtiger werde, und das Ungleichgewicht zwischen den Geschlechtern: den 70 Prozent ehrenamtlich tätigen Frauen ständen gerade 30 Prozent Männer gegenüber. Auch angesichts zurückgehender finanzieller Mittel müsse sich die Kirche immer wieder nach den Prioritäten ihrer Arbeit fragen lassen. Dabei stelle sich die Frage, ob man lieber in tote Steine oder in die Menschen investieren wolle.

Dirk Hartleb

Heilige Familie - 24.05.2013

Wenn Brüder kämpfen

"Der Klügere gibt nach!" Esau erstarrt! Im Vorbeigehen hat er gehört, wie die Frau ihren Sohn ermahnte, der mit dem kleineren Bruder um eine Süßigkeit stritt.

Plötzlich ist alles wieder da: Er und sein 'kleiner' Bruder Jakob sind schon erwachsen gewesen und stritten schon längst nicht mehr um Süßigkeiten...

Am Ende hat Jakob ihm den Segen ihres Vaters gestohlen, so wie er ihm vorher schon den Vorrang des Erstgeborenen abgeluchst hatte.

'Ich habe keinen Segen mehr für Dich, Esau!', die Worte des Vaters tönen wieder in seinem Ohr. Er hat geschrien und seinen Vater um einen Segen angefleht, aber es ging nicht. Jakob hatte alles bekommen und er nichts.

Jakob und er sind Zwillinge, schon im Bauch ihrer Mutter haben sie miteinander gekämpft. Hätte Jakob nicht nachgeben müssen? Er, als der Klügere von ihnen? So sahen ihn doch alle!

Jetzt ist Jakob weg. Er, Esau, hat doch die Verantwortung des Erstgeborenen. Und oft fragt er sich: Habe ich Jakobs Betrug 'gebraucht' um dieser Verantwortung gerecht zu werden? Habe ich vorher alles zu gering geachtet? Eben nicht mehr wert als ein Linsengericht.

Hätte der kluge Jakob nachgegeben, hätte sich dann womöglich die Dummheit durchgesetzt?

Diana Klöpper

 Hier können Sie die Geschichte der Brüder Jakob und Esau nachlesen

Tipp

Zur Ausstellung nach Paderborn

Mit dem Thema "Familien heute" befasst sich eine Wanderausstellung, die vom 4. bis 13. Juni 2013 im Haus der Evangelischen Kirche, Klingenderstraße 13, in Paderborn zu sehen sein wird.

Eröffnet wird die Ausstellung am Dienstag, 4. Juni um 12 Uhr. Dazu werden auch Konfirmandengruppen und Schulklassen erwartet. Die Einführung ins Thema übernehmen Schulreferent Dr. Markus Hentschel und Sozialbeauftragte Susanne Bornefeld, beide vom Evangelischen Kirchenkreis Paderborn.

Zu den Öffnungszeiten des Hauses der Evangelischen Kirche (Mo-Do von 8.00-16.30 Uhr, Fr 8.00-12.00 Uhr) kann die Ausstellung bis zum 13. Juni täglich besichtigt werden; Gruppen sind herzlich willkommen und können sich unter Tel. (0 52 51) 50 02-53 zu einer kostenlosen Führung anmelden.

 Angeregt durch das Impulspapier der Evangelischen Kirche von Westfalen "Familien heute" verarbeitet die zweiteilige Ausstellung im ersten Teil dessen Bilder und Informationen. Der zweite Teil zeigt einen Ausschnitt der Preisträger-Arbeiten aus dem jährlichen Schülerwettbewerb der Landeskirche, der 2012 unter dem Thema „Die (h)eilige Familie“ stand.

Oliver Claes

Tipp

Mit Fachleuten reden!

Ein Beispiel für die in der Hauptvorlage vorgeschlagene Vernetzung ist diese Veranstaltung der Evangelischen Kirchengemeinde Veltheim (Kirchenkreis Vlotho): Der Gesprächskreis der Gemeinde lädt am 05. Juni 2013 von 19.30-21.00 Uhr ins Gemeindehaus (Sprengelweg 161) zu einer Podiumsdiskussion ein. Als Fachleute in Sachen Familie beteiligen sich: Josef Schmeing, Leiter der AWO-Kindertagesstätte Veltheim, Olaf Brodziak, Leiter des Grundschulverbundes Eisbergen-Veltheim, Marianne Kollmeier, Hauptschullehrerin und Mitglied der Landessynode (Parlament der westfälischen Kirche).

Kontakt: Pfarrer Armin Backer, Telefon: 05706-545

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Veranstaltungsreihe

Frühstücken mit der Hauptvorlage

Im Juni 2013 geht es bei "Timo´s Frühstück" in der Sozialwerkstatt Soest um "Familien heute".

Am 4. Juni wird Ulrike Varnholt, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt des Jobcenters Soest, zum Thema "Vereinbarkeit von Familie und Beruf" sprechen.

Am 11. Juni nimmt Superintendent Dieter Tometten am Frühstück teil und hält eine Andacht zum Familien-Thema.

Am 25. Juni gibt es einen Kurzvortrag von Hauswirtschaftsmeisterin Antje Limbrock zu gesunder Ernährung.

Die Kleiderstube "Von Kopf bis Fuß" hat vom 3.-14. Juni Familienwoche. Sie wirbt damit: "Je Einkauf am Tag, je Kind das günstigste Teil gratis!"

Weitere Informationen bei Dirk ZirnsakTelefon: 0 29 21 / 96 87 52. 

ct

Heilige Familie - 17.05.2013

Er ist doch immer da gewesen!

Jüdischer Friedhof vor den Toren Jerusalems

Er ist doch immer da gewesen - Lazarus, ihr großer Bruder!

Sie hat ihn bewundert! Sie ist neidisch gewesen! Sie hat mit ihm gelacht und geweint! Manchmal hat sie ihn auch verabscheut - aber er ist immer da gewesen! Dass er einmal nicht mehr da sein könnte - unvorstellbar...

Marias Blick wandert durch den Raum zu Martha, ihrer Schwester. Was sie wohl denkt? Martha ist auf Weg nach draußen, um Jesus entgegen zu gehen. Bevor sie das Haus verlässt, hört Maria sie sagen: "Ich weiß, dass er auferstehen wird bei der Auferstehung am letzten Tag!" Dann verlässt Martha das Haus.

"Auferstehung", denkt Maria bitter, "ist das mein Trost? Tröstet das Martha? Mich tröstet es nicht!"

Plötzlich steht Martha neben ihr: "Maria, Jesus ruft dich!"

Sofort steht Maria auf. Sie rennt nach draußen - zu Jesus: "Wenn Du früher hier gewesen wärst, dann würde mein Bruder jetzt noch leben!" Sie wirft sich vor ihm auf die Erde. All ihre Trauer wirft sie ihm vor die Füße - soll doch er etwas daraus machen!

Und ihre Trauer verwandelt sich in Leben.

Diana Klöpper

Hier können Sie die biblische Geschichte nachlesen.

 

 

Stellungnahme Kirchengemeinde Trupbach-Seelbach

Hilfreiche Anregungen, aber fehlende biblische Orientierung

Die Evangelische Kirchengemeinde Trupbach-Seelbach (Kirchenkreis Siegen) würdigt in ihrer Stellungnahme zur Hauptvorlage "Familien heute" viele Aspekte als "hilfreich und weiterführend". So trage die Erwähnung der Relativierung der "biologischen" Familie durch die Nachfolge dazu bei, die Familie nicht zu überschätzen und mache deutlich, dass die Gemeinde als geistliche Gemeinschaft ein Ort sei, wo auch Menschen ein Zuhause haben können, die nicht in einer Familie leben oder unter familiären Schwierigkeiten zu leiden haben.

Deutlich kritisiert wird das Bibelverständnis, das der Hauptvorlage zu Grunde liege. Dass sich die Vorlage nicht eindeutig an der Heiligen Schrift orientiere, führe dazu, dass sie keine Orientierung geben könne, sondern lediglich verschiedene Argumente und Verständnisweisen nebeneinander stellt. "Außerdem fördert sie den Pluralismus in der Kirche anstatt zu einer gemeinsamen Sicht einzuladen."

Stellungnahme Evangelische Kirchengemeinde Trupbach-Seelbach im Wortlaut

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Heilige Familie - 10.05.2013

Wenn du geredet hättest, Abel!

"Kain, großer Bruder, du bist zornig und dein Gesicht hat sich gesenkt. Ich versteh dich. Gott nahm dein Opfer nicht an, deine Feldarbeit blieb erfolglos. Meine Tiere warfen dagegen prächtig. Du hast nicht weniger gearbeitet als ich und gingst doch leer aus.

Ich verstehe deine Wut. Aber warum richtet sie sich gegen mich? Weil ich erfolgreicher war als du? Natürlich gebe ich dir von meinen Ertrag ab. Es reicht für uns beide. Vielleicht kannst du deinen Vegetarismus ja etwas weniger genau nehmen.

Und noch etwas. Wie oft musste ich mir anhören, wie stolz unsere Mutter war, als sie dich gebar. Als Schöpferin verstand sie sich, in deinem Namen erklingt ihr Stolz. Und mein Name? Ein Hauch, ein Furz. Ich will kein geborener Verlierer sein und du sollst kein vom Leben betrogener Verlierer werden.

Ich will dein Bruder sein - schlag mir nicht darum den Schädel ein! Du bist stark genug mich zu töten. Aber du kannst mich nicht beseitigen. Man wird deinen Namen nie nennen ohne meinen. Lass uns gemeinsam streiten für eine Welt, in der man ohne Angst verschieden sein kann, in der Hirten und Bauern zusammen leben können - und unterschiedliche Geschwister auch!"

Jürgen Ebach

Service: Entwurf für eine Veranstaltung

Wir sind Familie

Auf der Suche nach Material, um in einer Gruppe über das Thema "Familien heute" ins Gespräch zu kommen? Nicole Richter hat am 24. Januar 2013 im WDR eine Radioandacht gehalten. Unter Material können Sie diese hören und downloaden. Außerdem gibt es dort einen Vorschlag für die Gruppenarbeit.

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Buchtipp

Wie im richtigen Leben

Ganz frisch auf dem Markt: Bettina von Clausewitz' Buch "Wie im richtigen Leben - Familienporträts von A wie Alleinerziehend bis W wie Wohngemeinschaft". Die Journalistin Bettina von Clausewitz buchstabiert in elf spannenden Familienporträts Familie neu. Sie vertritt die These: Familie, das sind wir alle - auch wenn die traditionelle Kleinfamilie ein Auslaufmodell zu sein scheint. Wir leben mit den Menschen zusammen, die wir lieben, und bilden mit ihnen eine Einheit, die in der Gesellschaft bestehen muss und uns Geborgenheit und Glück geben kann. Ob als Patchworkfamilie oder Alleinerziehende mit Kind, ob Wohngemeinschaft, Fern-Ehe oder gleichgeschlechtliche Partnerschaft - sie alle leben ihre Werte und ihren Glauben auf eigene, sehr lebendige Weise.

Die Journalistin Bettina von Clausewitz hat Menschen interviewt, die für diese "Pluralisierung der Lebensformen" stehen, und festgestellt: Die Familie ist nicht weniger wert als früher, aber sie wird angesichts hoher Scheidungsraten und beruflicher Mobilität neu buchstabiert. Gleichzeitig werden auch Kirchengemeinden oder Freundesnetzwerke als Familie erlebt. Viele sehen darin weniger Verlust als Gewinn gegenüber alten Rollenmustern. Und biblische Vorbilder für die moderne Vielfalt gibt es allemal, denn die Bibel mit ihren Familienclans kannte die Kleinfamilie nicht.

Ein Buch, das die Aussagen der Hauptvorlage "Familien heute" auf unterhaltsame und spannende Weise illustriert.

Hier geht es zur Bestellmöglichkeit. 

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Kommentiert

Familienpolitik auf dem Prüfstand

"Das Sorgenkind: Deutschlands gescheiterte Familienpolitik". So titelte der SPIEGEL am 4. Februar. Hintergrund sind Auswertungen der Wirkungen bundesdeutscher Familienpolitik, die bereits seit mehreren Jahren von renommierten Forschungsinstituten vorgenommen werden. Offenbar drängen die Institute mit ihren Erkenntnissen an die Öffentlichkeit, doch die Bundesregierung zögert, da in diesem Jahr der Bundestagswahlkampf ansteht.

Streitpunkte sind die im internationalen Vergleich hohen Ausgaben der Familienförderung und ihre vergleichsweise anscheinend geringen Wirkungen auf die Geburtenzahl, die Lebensbedingungen von Kindern sowie ihre Bildung und Förderung.

Nach wie vor ist ein großer Teil der deutschen Familienpolitik auf die Förderung des klassischen Familienmodells mit einem erwachsenen Verdiener ausgerichtet. Für die zweite Elternperson - in der Regel die Mutter - werden hohe staatliche Subventionen bei Rente, Krankenversicherung und Steuern gezahlt. Die Vorteile kommen jedoch besonders dann zum Tragen, wenn der Hauptverdiener viel und die zweite Elternperson gar nichts verdient. Da diese Lebenslage immer seltener wird, empfindet ein Großteil der jungen Eltern das bestehende System als ungerecht.

Besonders kritisiert wird beispielsweise von der Evangelischen Aktionsgemeinschaft für Familienfragen (eaf):

  • Das Kindergeld kommt armen Kindern, deren Eltern ALG II empfangen, gar nicht zugute. Reiche Familien erhalten durch den steuerlichen Kinderfreibetrag bis zu 100 Euro pro Kind mehr als den normalen Kindergeldsatz,
  •  Das Ehegattensplitting fördert Ehepartner, auch wenn diese gar keine Kinder haben.
  • Familien, in denen beide Eltern berufstätig sind, müssen wesentlich höhere Beiträge bei der Krankenversicherung zahlen.
  • Angesichts der nach wie vor nicht ausreichenden Kita-Plätze sollte vorrangig hier investiert werden, statt Eltern, die es sich leisten können, nicht erwerbstätig zu sein, durch das Betreuungsgeld zu begünstigen.

Während die Argumente der eaf besonders Fragen nach der Gerechtigkeit in der Familienpolitik betonen, kritisieren die Forschungsinstitute die staatliche Familienpolitik eher aus einer volkswirtschaftlichen Perspektive. Sie halten die ideologische Orientierung der deutschen Familienpolitik an Ehe und Einverdienerhaushalt für nicht mehr finanzierbar. Diese Familienpolitik führe zudem nicht zum Wachstum der Geburtenzahlen und schaffe "falsche Anreize" für gut ausgebildete Frauen, die sich dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stellen.

Es ist zu vermuten, dass die Erkenntnisse und Bewertungen der Forschungsinstitute in den nächsten Monaten komplett in der Öffentlichkeit auftauchen und dann bereits vor der Bundestagswahl breit diskutiert werden. Wie wird sich die Evangelische Kirche an diesen Diskussionen beteiligen?

Remi Stork

Veranstaltungstipp

Familienplanet - Eine Reise in die familiäre Vielfalt!

Auf dem Familienplaneten leben viele Menschen...Singles, (Ehe-)Paare, Patchworkfamilien, Alleinerziehende, Omas, Opas und solche, die es gerne wären und werden wollen und natürlich viele Kinder und Jugendliche!

Sie alle verbringen vom 13. bis 14. Juli 2013 ein gemeinsames Wochenende im Park von Haus Villigst in Schwerte. Sie werden sich mit dem Begriff "Familie" theologisch, politisch, kreativ und methodenreich beschäftigen.

Am Samstag, 13.07.2013, erwarten Sie vielfältige Workshops für Große und Kleine. Am Sonntag, 14.07.2013, wird u.a. Präses Annette Kurschus einen besonderen Gottesdienst mitgestalten. Darüber hinaus werden während der Veranstaltung politische Statements der teilnehmenden Familien, die in unterschiedlichen Konstellationen leben, per Video aufgenommen. Diese sollen dann in den Familienbericht des Landes NRW einfließen und deutlich machen, wo politischer Handlungsbedarf besteht.

Der Familienplanet ist eine Kooperationsveranstaltung aus dem Amt für Jugendarbeit der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW), dem Institut für Aus-, Fort-, und Weiterbildung und dem Institut für Kirche und Gesellschaft (Fachbereich Frauenreferat/ Fachbereich Männer, Familie, Ehrenamt) der EKvW.

Ausgangspunkt für die Veranstaltung "Familienplanet" ist die Hauptvorlage "Familien heute", die zurzeit in den Gemeinden und Kirchenkreisen der Evangelischen Kirche von Westfalen diskutiert wird.

Weitere Informationen und Anmeldung unter www.kircheundgesellschaft.de

Tipp: Caritas-Kampagne 2013

Familie schaffen wir nur gemeinsam

"Familie schaffen wir nur gemeinsam" lautet der Titel der Caritas-Kampagne 2013. Es geht um das, was Familien für ihre Mitglieder und die Gesellschaft leisten. Aber auch um Familien, die unter Druck sind und Unterstützung von anderen brauchen.

Die Caritas möchte 2013 auf das Potential aufmerksam machen, das jede Familie hat und darauf, dass Familien unter Druck zu unterstützen sind. Dabei betrachtet sie Familie nicht nur als kleine Kernfamilie, sondern bezieht das Zusammenleben zwischen den Generationen und die unterschiedlichen Lebenswelten innerhalb der Generationen mit ein.

Die Caritas wirbt um Wertschätzung für Familien, idealisieren das Familienleben jedoch nicht. Sie thematisiert die vielfältigen Belastungen, die Familien managen müssen und zeigt die Grenzen der Belastbarkeit auf.

Die Caritas fordert politisch und wirtschaftlich Verantwortliche auf, Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass Familie und Beruf, Pflege und andere Fürsorgeleistungen miteinander zu vereinbaren sind und Lasten gerecht verteilt sind.

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Neu

Fundgruben für Daten und Fakten zum Thema Familie

Wie geht es der Familie heute? Und wie wird es morgen sein? Immer wieder gibt es zu diesen Fragen wissenschaftliche Studien und spannende öffentliche Diskurse. Diese werden ab sofort in der Rubrik "Gesellschaftliche Impulse" aufgegriffen und kurz kommentiert. Zu Beginn stellt Dr. Remi Stork Ihnen die wichtigsten "Fundgruben" für aktuelle Daten und Fakten zum Thema Familie vor.

Dr. Remi Stork ist beim Diakonischen Werk Rheinland-Westfalen-Lippe Referent für Familienpolitik und Grundsatzfragen der Jugendhilfe. Er ist Geschäftsführer der Evangelischen Aktionsgemeinschaft für Familienfragen Westfalen-Lippe.

Neu

Neue Materialien stehen zur Verfügung

Erste Materialien für Gemeindebriefe, Gruppenstunden und Gesprächskreise finden Sie in der Rubrik Material. Hier stehen Ihnen die Bilder der Hauptvorlage, ein Einführungstext sowie ein Praxisbeispiel zur Diskussion zur Verfügung. 

Lesetipp

Familie leben

Die aktuelle Ausgabe der LILA BLÄTTER befasst sich mit dem Schwerpunktthema "Familie leben". Darin plädiert Marlis Bredehorst, Staatssekretärin im NRW-Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter plädiert für eine neue gesellschaftliche Definition von Familie, die verschiedene Modelle von Familienleben berücksichtigt.

"Es mangelt an Gerechtigkeit!", sagt Jan Wingert, Leiter der Hauptstelle für Familienberatung der EKvW in der Diakonie Rheinland-Westfallen-Lippe. Im Interview schildert er die Arbeit der Familienberatung und die konkreten Problemlagen der Familien.

In der Rubrik "Juristisches" beschreibt Sylvia Bachmann-Breves, Juristische Referentin und Gleichstellungsbeauftragte der EKvW, das Phänomen des "Whistleblowing". Dabei handelt es sich um Menschen, die auf Missstände z.B. beim eigenen Arbeitgeber hinweisen. Die rechtlichen Rahmenbedingungen und die Möglichkeiten der Einflussnahme beschreibt sie in ihrem Artikel.

Darüber hinaus bieten die Lila Blätter Rezensionen frauenpolitischer und theologischer Bücher, interessante Veranstaltungstermine aus den Frauenreferaten der Kirchenkreise und einen Kommentar zur Gleichstellung in Europa.

Das Magazin die LILA BLÄTTER veröffentlicht das Frauenreferat der Evangelischen Kirche von Westfalen zweimal jährlich. Sie können für 9€ im Jahr (inklusive Versand) abonniert oder einzeln für 4,50€ (zzgl. Versand) bestellt werden unter 02304-755-230. Ein Probeartikel der aktuellen Ausgabe kann unter www.kircheundgesellschaft.de/frauenreferat  heruntergeladen werden.

 

Angebot

Das T-Shirt zur Hauptvorlage

Das T-Shirt zur Hauptvorlage

Die Öffentlichkeitsarbeit der Evangelischen Kirche von Westfalen hält das T-Shirt zur Hauptvorlage Familien heute bereit. Es besteht aus 100% Baumwolle, hat einen Rundhalsausschnitt und Necktape. Es gibt es in acht verschiedenen Größen und in den Farben hell-lila und grau.

Hier können Sie  es zum Stückpreis von 8,95 Euro zzgl. 5,95 Euro Versandkostenpauschale bestellen.

Vortrag

Die Familie in biblischer Sicht

Die Bibel begründet Ehe und Familie nicht als eine auf Liebe gründende Gemeinschaft, sie propagiert keine aus Vater, Mutter und ihrer beider Kinder bestehende Kleinfamilie und auch nicht jene Rollenverteilung, in der er draußen für den Erwerb sorgt und sie den Haushalt führt und die Kinder versorgt. Diese These entfaltete der Theologe Jürgen Ebach vor der Lippischen Landessynode Ende November. In seinen Ausführungen entzog er solchen Familienbildern die biblische Legitimierung. Seinen Vortrag können Sie hier nachlesen.

Lippische Landessynode

Lippische Landeskirche will Familien stärker wahrnehmen

Detmold, 26.11.2012. Die Lippische Landeskirche verpflichtet sich, die eigene Arbeit auf Familienfreundlichkeit hin zu überprüfen, Familien stärker in den Blick zu nehmen und Vernetzungen mit verschiedenen Partnern vor Ort zugunsten von Familien anzustreben. Das hat die Landessynode heute beschlossen.

Es gehe darum, "aufmerksam wahrzunehmen, wie unterschiedlich Familien sind und diese Unterschiedlichkeit zu respektieren", sagte die Landespfarrerin für Diakonie, Renate Niehaus, in ihrer Einführung des Themas auf der Synode. "Familie ist da, wo Menschen dauerhaft und generationenübergreifend persönlich füreinander einstehen und Verantwortung übernehmen", dieser Familienbegriff liege dem von der Lippischen Landeskirche und der Evangelischen Kirche von Westfalen entwickelten Impulspapier "Familien heute"  zugrunde. Darüber hinaus seien die Herausforderungen, die Familien zu bestehen hätten, nicht "graue Theorie für die Kirche, die Gemeinden, die Diakonie. Sie sind lebendiger Bestandteil des Ganzen." Also müsse geklärt werden, was Familien brauchen, welche Unterstützung und Hilfen und wie Gemeinde aussehen muss, "damit Familien in jeder Form in ihr Platz finden." 

Auch die Gemeinden und Einrichtungen der Diakonie sind gebeten, sich der Verpflichtung der Landeskirche anzuschließen. Landeskirchliche Dienste, Gemeinden und diakonische Einrichtungen sollen im kommenden Jahr Gestaltungsideen und Projekte entwickeln sowie Erfahrungsformen mit neuen und bewährten Handlungsformen beschreiben. Auf der Internetseite www.familien-heute.de wird der Prozess begleitet.

Aspekte der kirchlichen Beschäftigung mit dem Thema "Familie" sind religiöse Erziehung und Gemeindeaufbau; die Familie als Handlungsort von Diakonie unter den Stichworten Pflege, Armut, Erziehungshilfen; lebenslange seelsorgerliche Begleitung von Menschen und damit auch der Familie sowie der Ausbau von Kindertagesstätten unter der Überschrift "familienfreundliche Betreuungszeiten".

Die Lippische Landeskirche hat rund 177.000 Gemeindeglieder.

 

Hauptvorlage "Familien heute" der Öffentlichkeit übergeben

Das Ziel heißt "Familien zu stärken"

Bielefeld, 16. November 2012. Heute ist die Hauptvorlage "Familien heute" der Öffentlichkeit übergeben worden. "Das Anliegen der Hauptvorlage und des damit verbundenen Prozesses ist es, Familien zu stärken." Betonte Superintendentin Annette Muhr-Nelson in ihrer Einbringungsrede vor der Synode der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW).

Denn bei allem gesellschaftlich bedingten Wandel und unabhängig von ihrer Form bleibe die Familie der primäre Sorge-, Schutz- und Entwicklungsraum für ein Kind. Liebe und Geborgenheit, Vertrauen und Glück würden zuallererst in der Familie erfahren. In ihr werde Wissen weitergegeben, würden Traditionen gelebt und gebildet, kulturelle Erfahrungen gemacht, Werte vermittelt. "Starke Familien, in denen dies gelingt, bilden die Basis einer leistungsfähigen Zivilgesellschaft - und einer lebendigen Kirche."

Die Hauptvorlage ist ein Impulspapier, das im kommenden Jahr in der EKvW diskutiert werden soll. Im Kern gehe es um drei Fragen, so Muhr-Nelson: 

  1. Was verstehen wir – in der EKvW – unter „Familie“?
  2. Welche Leitbilder zum Thema „Familie“ gibt es in der Bibel und in unserer theologischen Tradition und was heißt das für unsere sozialethische Positionierung in Fragen der Familie?
  3. Wie können wir in unserem kirchlichen und gesellschaftlichen Handeln konkret Familien stärken?

Referentinnen und Referenten

Sie sind auf der Suche nach einer Referentin oder einem Referenten, der in die Hauptvorlage einführt oder spezielle Themen der Hauptvorlage darstellt? Es gibt einen kleinen Pool von Menschen, die an der Hauptvorlage mitgearbeitet haben und dazu gerne bereit sind.

Kontakt:

Christa A. Thiel
familien-heute@ekvw.de

Stellungnahmen: Frist endet am 1. Juli 2013

Die Evangelische Kirche von Wesfalen und die Lippische Landeskirche bitten ihre Gemeinden, Kirchenkreise sowie Einrichtungen und Werke, zu dieser Hauptvorlage Stellung zu nehmen.

Diese Stellungnahmen sowie Erfahrungen mit Projekten zur Hauptvorlage sind grundlegend für die Beratungen zu "Familien heute" auf den Landessynoden 2013. Bitte teilen Sie uns auch Projekte und Veranstaltungen mit, die sich in Planung befinden.

Stellungnahmen bitte bis zum 1. Juli 2013 an stellungnahme@ekvw.de .

Synode 2012

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Familien heute
 

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